Eine Projektleiterin für den Erhalt der Lebensspuren
Bereits bei der Gründung der Stiftung Erhalt Lebensspuren Oberhaus war uns klar, dass wir professionelle Hilfe brauchen würden, um die Lebensspuren zu erhalten. In der Familie Bühler verfügt niemand über das Knowhow und die Erfahrung, die es braucht, um die Lebensspuren so zu pflegen und aufzubereiten, dass sie sich auf Dauer halten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden können.
Elektroautos «made in Feldbach»
Im letzten Blogbeitrag haben wir die Geschichte der Brauerei Hürlimann aufgerollt, die in Feldbach ihren Anfang nahm. Einige Jahre nachdem die Brauerei ihren Betrieb in Feldbach eingestellt hatte, wurden die Gebäude von Albert Tribelhorn übernommen, einem Pionier der Elektromobilität.
Ein Müller und ein Hochstapler eröffnen eine Brauerei
Im Jahr 1836 gründete Hans-Heinrich Hürlimann zusammen mit zwei Freunden in Feldbach eine Brauerei. Hürlimann war der Besitzer der Mühle in Feldbach, die ursprünglich der Familie Bühler gehört hatte, und ein Cousin mütterlicherseits von Johann Jakob Bühler, der zu dieser Zeit im Oberhaus lebte. Als Müller verstand Hans-Heinrich Hürlimann wenig vom Bierbrauen.
Pfahlbauten in der Feldbacher Bucht
In Feldbach hatten sich bereits lang vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Orts im neunten Jahrhundert Menschen niedergelassen. Die ersten, von denen wir heute wissen, richteten sich hier zwischen 4'000 und 2'000 vor Christus ein. Es waren Pfahlbauer, die in der Bucht vor Feldbach wechselnde Hüttendörfer errichteten.
Ein Wappen für Feldbach
Über der Haustür auf der Nordseite des Oberhauses prangen zwei Wappenschilde auf einer schwarzen Steinplatte. Der linke ist mit «I. B.» beschriftet, was für Jakob Bühler steht, den Erbauer des Oberhauses. Auf dem rechten stehen die Initialen seiner Frau Regula Heusser. Das Wappen der Familie Bühler, das auf dem linken Schild abgebildet ist, findet sich an verschiedenen Stellen im Haus wieder.
Flinke Schönwettergäste
Bei uns auf dem Hof kann man einer Menge Tiere begegnen: Unterhalb des Hofplatzes steht der Stall mit unseren fünf Zwerghühnern, welche die Frühstückseier für das Bed & Breakfast liefern. Auf den Weideflächen unterhalb des Hofes grasen mitunter ein paar Kühe, weiter unten in der Nähe des Seeufers hält unser Nachbar Schweine. Und unserem Kater Luigi begegnet man oft im und ums Oberhaus.
Getreidezüchtung auf dem Oberhaushof
Die biodynamische Pflanzenzüchtung gzpk setzt sich seit über 35 Jahren für eine nachhaltige Landwirtschaft ein und leistet damit auch einen Beitrag zur regionalen Ernährungssicherheit. In dieser Zeit hat sich viel getan. Der Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden und die Rücksicht auf den Erhalt einer grossen Artenvielfalt in und um den landwirtschaftlichen Raum werden vermehrt als Teil einer nachhaltigen Entwicklung anerkannt und Biozüchtungen gewinnen an Bedeutung.
Biologisch-dynamische Bewirtschaftung der Oberhauswiesen
Die landwirtschaftlichen Flächen zwischen dem Oberhaus und dem Seeuferwerden nach Demeter-Richtlinien biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Die Bewirtschaftung teilen sich vier selbständige Betriebe – besser gesagt: sie ergänzen sich gegenseitig in einer vielfältigen, modernen Nutzung der Landflächen. Das Konstrukt von vier zusammenarbeitenden Betrieben, die ihre Aufgaben und Pflichten in einem internen Vertrag geregelt haben, entstand im Jahre 2006.
Den Strom nach Feldbach geholt
Die in der Stadt lebenden Verwandten sahen mitunter leicht abschätzig auf die Bewohner des Oberhaushofs hinunter, die als Bauern in Feldbach nichts von den Geschehnissen in der Welt mitbekämen. Dieser Eindruck stimmte jedoch überhaupt nicht. Die Oberhausbauern zeigten stets ein reges Interesse an den politischen, gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen ihrer Zeit.
Wie Feldbach zu seinem Bahnanschluss kam
Ende des letzten Jahrtausends schrieb mein Grossvater Albert Bühler für das Zürcher Taschenbuch einen Artikel mit dem Titel «100 Jahre rechtsufrige Zürichseebahn». Darin erzählte er die bewegte Geschichte vom Bau der Bahnlinie, die Feldbach seit 1894 mit Zürich verbindet. Seine Erzählung zeigt: Es hätte auch alles anders kommen können.
Kunstausstellung auf dem Hof
In den vergangenen eineinhalb Jahren konnte ich das Waschhaus auf dem Oberhaushof als Atelier zwischennutzen. Der Höhepunkt meiner Zeit auf dem Oberhaushof war die Austellung «In the Tall Grass», die ich letzten Herbst für befreundete Künstlerinnen und Künstler organisierte.
Hochzeit auf dem Hof
Am vergangenen Wochenende stand die erste Bewährungsprobe für unsere Infrastruktur und für uns als Gastgeber an: Unser Sohn Tobias und seine Braut Nadine feierten ihre Hochzeit bei uns auf dem Oberhaushof! Das ursprünglich geplante Fest hatten sie coronabedingt absagen müssen, aber mit den neusten Lockerungen durften sie nun spontan eine Hochzeitsfeier im kleinen Kreis ausrichten.
Filmdreh im Oberhaus: «Nachtruhe»
Die ältere Dame liegt im Bett, davor sind zweieinhalb Meter Schienen mit einem Kamerakran fertig aufgebaut. Die Vorhänge sind gezogen und die Fensterläden geschlossen, denn wir wollen den Tag zur Nacht machen. Rund um das Bett steht ein gefühltes Dutzend Leute, die das schöne alte Schlafzimmer füllen. Ich merke etwas nervös, wie die Spannung steigt, kurz, bevor wir mit der Aufzeichnung der ersten Einstellung beginnen.
Ein netter Nachbar
Ganz unten am Seeufer, wo das Ried den Übergang zwischen Land und Wasser markiert, haben wir letzten Sommer eine Spur entdeckt. Unter dem Holzsteg hindurch, der zum Bootshaus führt, zieht sich ein ausgetrampelter Tierpfad. Er führt aus dem kleinen Waldstück zwischen den Feldern und dem See und verliert sich irgendwo im Schilf.
