Neue Führung: Frauen im Oberhaus
Das Oberhaus ist reich an Geschichten, die erzählt sein wollen. Gewisse Geschichten sind es wert, dass man sich vertieft mit ihnen auseinandersetzt. Deshalb haben wir auf die neue Saison, die bald startet, eine thematische Führung entwickelt, die auf die Geschichten verschiedener Frauen im Oberhaus fokussiert.
Das Ausstellungsdepot für die Forschung öffnen
Die Ausstellung Oberhaushof umfasst geschätzt rund 80’000 Objekte. In der Ausstellung können wir natürlich nur einen Teil davon zeigen. Ein grosser Teil der Objekte lagert im Ausstellungsdepot in der ehemaligen Heuerkammer, wo früher die saisonalen Heuhelfer untergebracht waren.
Im schwarzen Kleid vor den Altar
Wenn wir heute an ein Brautkleid denken, haben wir ein weisses Kleid vor Augen. Das war nicht immer so. Zwar heirateten einzelne Exponentinnen des europäischen Hochadels bereits im 17. Jahrhundert in Weiss, für die allermeisten Frauen war ein weisses Hochzeitskleid jedoch keine Option.
Das Familienarchiv im Staatsarchiv – Abschluss oder erst der Anfang?
Im März 2025 war es so weit: Die ersten Dossiers des Familienarchivs Bühler wurden im Online-Katalog des Staatsarchivs Zürich (StAZH) publiziert. Damit ist eine wichtige Etappe abgeschlossen: die Verzeichnung und konservatorische Aufbereitung dieses umfangreichen Familienarchivs.
Mit den Schlittschuhen nach Rapperswil
Der 1. Februar des Jahres 1963 sollte in die Schweizer Geschichtsbücher eingehen. Nachdem ein Glaziologe der ETH die Eisdicke geprüft hatte, wurde der zugefrorene Zürichsee um 12 Uhr mittags für die Bevölkerung freigegeben.
Als im Oberhaus das Licht anging
Die Weihnachtszeit ist die Zeit der frühen Sonnenuntergänge und dunklen Nächte. Sie ist aber auch die Zeit der Lichter, die in jeder Strasse, jedem Schaufenster, jeder Stube funkeln. Diese umfassende Beleuchtung ist ein relativ modernes Phänomen: Noch Ende des 19. Jahrhunderts war elektrisches Licht eine Seltenheit. Strassen und Häuser mussten mit Gas, Öl oder Kerzen beleuchtet werden, was aufwändig und teuer war.
Als die Russen flohen und ihre Löffel zurückliessen
Viele der Gegenstände im Oberhaus haben eine Geschichte zu erzählen. Manche Objekte erzählen ziemlich abenteuerliche Geschichten. Eine regelrechte Räuberpistole ist zu fünf mit kyrillischen Schriftzeichen versehenen Silberlöffeln überliefert, die auf dem Esstisch im Windengang ausgestellt sind.
Nach 2,5 Jahren Projektzeit ist die neue Ausstellung eröffnet
Am letzten Freitag feierten wir mit rund 60 Gästen die Eröffnung der neu kuratierten Ausstellung auf dem Oberhaushof. Bei strahlendem Sonnenschein hiessen wir Geldgeberinnen, Mitarbeitende, Interessierte und Freunde auf dem Hof willkommen und gaben ihnen einen ersten Einblick in die neue Ausstellung.
Rundgang durch 250 Jahre Familien- und Hofgeschichte
Diesen Juli eröffnen wir die Ausstellung auf dem Oberhaushof. Dann können Besucherinnen und Besucher das Oberhaus und seine Räume mit historischen Möbeln und Alltagsgegenständen im Rahmen einer Führung entdecken. Die Führungen werden die Objekte im Oberhaus mit den Geschichten der Menschen verknüpfen, die die Geschicke des Oberhaushofs und der Familie Bühler geprägt haben.
Suchen und Finden im digitalen Stammbaum
Eines der Alleinstellungsmerkmale der Ausstellung Oberhaushof ist, dass ein grosser Teil der Objekte, die sich bei uns im Haus finden, mit einer Person verknüpft ist. Die mit den Objekten verknüpften Personen wiederum sind durch vielfältige verwandtschaftliche Beziehungen untereinander verbunden. Schon früh hatten wir die Idee, diese Beziehungen anhand von Stammbäumen aufzuzeigen.
Sortieren und Wiederverwenden: Nachhaltiges Ausstellungsdesign auf dem Oberhaushof
Als Kulturanthropologin begegne ich in meiner Arbeit immer häufiger den Themen Nachhaltigkeit und Wiederverwendung, die auch im Museumswesen an Bedeutung gewinnen. Die Herausforderung besteht darin, diese Prinzipien in einer Ausstellung umzusetzen – zum Beispiel bei der Ausstellung auf dem Oberhaushof.
Von der Uni in die Praxis – Arbeiten im Depot der Ausstellung Oberhaushof
Wohin nach dem Geschichtsstudium? Diese Frage hatte mich schon einige Zeit beschäftigt, als ich das erste Mal vom Ausstellungsprojekt im Oberhaus hörte. Auf der Website erfuhr ich, dass es um den Erhalt von «Lebensspuren» der Familie Bühler aus über zehn Generationen geht. Was das genau heisst, durfte ich in den darauffolgenden Monaten als Projektmitarbeiterin lernen – und dabei wertvolle Erfahrungen als frisch gebackene Historikerin sammeln.
Was die Frauen in die Ehe brachten
In einem Zimmer im zweiten Obergeschoss des Oberhauses steht eine breite, dreitürige Vitrine. Darin befinden sich diverse Kleidungsstücke, die Frauen als Teil ihrer Aussteuer in die Ehe brachten. Fein säuberlich gebügelt und gefaltet liegen sie da, die aufgestickten Monogramme gut sichtbar.
Ein Querschnitt durch drei Jahrhunderte Baugeschichte
Aktuell werden im ersten Stock des Oberhauses drei Zimmer sanft renoviert, um sie den Gästen des B&B Oberhaushof zugänglich zu machen. Diese Renovation ist die jüngste in einer langen Geschichte von Umbauten, die das Oberhaus seit seinem Bau im Jahr 1743 erlebt hat. Da solche Eingriffe immer nur einen Teil des Oberhauses betrafen, können wir heute im Haus einen Querschnitt durch die letzten drei Jahrhunderte Baugeschichte betrachten.
Zwischen Papier, PDF und Archivsoftware – Inventarpflege im Oberhaus
Als meine Grossmutter Rosmarie Bühler in den Siebzigerjahren begann, die Objekte im Oberhaus zu pflegen, zu sortieren und nach und nach zu einer Ausstellung zu arrangieren, legte sie parallel dazu ein Inventar der Objekte im Haus an.
