Wo einst Füchse geschossen und Hechte gefangen wurden
Der Herbst ist die Zeit der Jagd. Im letzten Jahrhundert wurde auch auf dem Oberhaushof und im kleinen Waldstück unten am See noch gejagt, und am Seeufer unterhalb des Hofs wurden Forellen, Egli und Hechte gefangen. Besonders fleissig war Albert Bühler-Boller.
Der Silberlöffel als Abbild eines bürgerlichen Beziehungsgeflechts
Das sogenannte Gotti- oder Göttibesteck ist eine Tradition, die bereits im 19. Jahrhundert in bürgerlichen Familien verbreitet war. Gotte und Götti schenkten ihrem Patenkind zur Taufe und zu Geburtstagen Besteck, damit es irgendwann ein vollständiges Set für den eigenen Haushalt haben würde.
Ein Waschtag auf dem Oberhaushof
Heute werfen wir schmutzige Wäsche einfach in die Waschmaschine. Anfang des letzten Jahrhunderts war das Waschen noch deutlich mühsamer. Es war eine anstrengende und aufwendige Arbeit.
Im schwarzen Kleid vor den Altar
Wenn wir heute an ein Brautkleid denken, haben wir ein weisses Kleid vor Augen. Das war nicht immer so. Zwar heirateten einzelne Exponentinnen des europäischen Hochadels bereits im 17. Jahrhundert in Weiss, für die allermeisten Frauen war ein weisses Hochzeitskleid jedoch keine Option.
Verräterische Spuren der Sparsamkeit
Vor kurzem liessen wir einen alten Ohrensessel, der früher im sogenannten Säli gestanden hatte, neu bepolstern. Nach getaner Arbeit übergab uns Beat Schöbi, der Polsterer, zusammen mit dem frisch bepolsterten Sessel ein Couvert mit Zeitungsschnipseln.
Mit den Schlittschuhen nach Rapperswil
Der 1. Februar des Jahres 1963 sollte in die Schweizer Geschichtsbücher eingehen. Nachdem ein Glaziologe der ETH die Eisdicke geprüft hatte, wurde der zugefrorene Zürichsee um 12 Uhr mittags für die Bevölkerung freigegeben.
Als im Oberhaus das Licht anging
Die Weihnachtszeit ist die Zeit der frühen Sonnenuntergänge und dunklen Nächte. Sie ist aber auch die Zeit der Lichter, die in jeder Strasse, jedem Schaufenster, jeder Stube funkeln. Diese umfassende Beleuchtung ist ein relativ modernes Phänomen: Noch Ende des 19. Jahrhunderts war elektrisches Licht eine Seltenheit. Strassen und Häuser mussten mit Gas, Öl oder Kerzen beleuchtet werden, was aufwändig und teuer war.
Als die Russen flohen und ihre Löffel zurückliessen
Viele der Gegenstände im Oberhaus haben eine Geschichte zu erzählen. Manche Objekte erzählen ziemlich abenteuerliche Geschichten. Eine regelrechte Räuberpistole ist zu fünf mit kyrillischen Schriftzeichen versehenen Silberlöffeln überliefert, die auf dem Esstisch im Windengang ausgestellt sind.
Ein Glücksbringer erzählt Familiengeschichte
Die Ausstellung Oberhaushof nimmt sichtlich Form an und wir sind unserem Ziel bereits einen grossen Schritt nähergekommen: Die Eröffnung der neu kuratierten Ausstellung ist für Freitag, den 5. Juli geplant. Die meisten Räume sind bereits eingerichtet und viele der unzähligen Alltagsobjekte sind an ihrem finalen Platz.
Weihnachtliche Ausleihe ans Historische Museum Baden
Im September eröffnete im Historischen Museum Baden die neue Dauerausstellung «Hotel Zuflucht». In der Ausstellung begegnen die Besucherinnen und Besucher im Rahmen eines Hörspiels Menschen, die während dem Zweiten Weltkrieg im Haus einer starken Wirtsfrau Zuflucht suchten. Einen kleinen Anteil an dieser Ausstellung hat auch der Oberhaushof.
Spuren des Weinbaus auf dem Oberhaushof
Der Herbst ist die Zeit der Weinlese. In den Rebbergen rund um Feldbach herrscht in dieser Zeit rege Betriebsamkeit. Die Weinbäuerinnen und Weinbauern ernten die reifen Trauben und beginnen sie zu Wein zu verarbeiten. Auch auf dem Oberhaushof wurde früher Wein gewonnen.
Ein Dokumentarfilm mit Requisiten aus dem Oberhaus
Der Dokumentarfilm «Durchs Höllentor ins Paradies» erzählt anhand von Meisterwerken, Interviews und Archivmaterial die Geschichte des Kunsthaus Zürich, von seiner Eröffnung 1910 bis heute. Er nimmt die Zuschauenden auf eine Zeitreise mit und wirft durch aktuelle Fragestellungen einen neuen Blick auf die Kunst und die Institution Museum.
Antike Möbel neu genutzt
Diesen Frühling wurden im ersten Stock des Oberhauses drei neue Zimmer für die Gäste des B&B Oberhaushof eröffnet. Die Zimmer befinden sich auf der Westseite des Hauses und wurden ursprünglich als Familienstuben oder Schlafzimmer genutzt. Für die Nutzung als Gästezimmer wurden die Räume sanft restauriert. Ihr historisches Flair mit Stuckdecken, Wandtäfern und Tapeten wurde aber erhalten.
Was die Frauen in die Ehe brachten
In einem Zimmer im zweiten Obergeschoss des Oberhauses steht eine breite, dreitürige Vitrine. Darin befinden sich diverse Kleidungsstücke, die Frauen als Teil ihrer Aussteuer in die Ehe brachten. Fein säuberlich gebügelt und gefaltet liegen sie da, die aufgestickten Monogramme gut sichtbar.
Schmalebäseli nach alter Tradition
Im Oktober 2021 las ich im Beobachter einen Beitrag über den Oberhaushof und sah, dass auf einem Bild Grashandbesen aus Pfeifengras, sogenannte Schmalebäseli, abgebildet waren. Als Kursleiterin für die Herstellung von Schmalebäseli war mein Interesse geweckt. Schmalebäseli sind Grasbesen, die Bäuerinnen in den Schweizer Alpentälern traditionell jeweils im Herbst aus «Schmaleni», knotenfreien Pfeifengräsern der Art Molinia Caerulea, flechten.
