Das Ausstellungsdepot für die Forschung öffnen
Die Ausstellung Oberhaushof umfasst geschätzt rund 80’000 Objekte. In der Ausstellung können wir natürlich nur einen Teil davon zeigen. Ein grosser Teil der Objekte lagert im Ausstellungsdepot in der ehemaligen Heuerkammer, wo früher die saisonalen Heuhelfer untergebracht waren.
Wo junge Frauen das Porzellanmalen lernten und Ehen arrangierten
Im 18. und 19. Jahrhundert herrschte in der bürgerlichen Oberschicht die Meinung, dass die Töchter wohlhabender Familien keiner bezahlten Arbeit nachgehen sollten. Stattdessen sollten sie heiraten und die Rolle als Hausfrau und Mutter annehmen. Um sie auf diese Rolle vorzubereiten, wurden sie nach der obligatorischen Schulzeit häufig auf sogenannte Töchterinstitute oder Töchterschulen geschickt.
Geschichte vernetzt: Bertha Bühler und Magdalena Bühler-Hürlimann am Katharinen-Turm des Fraumünsters
Seit August ziert ein installativer Turm das Fraumünster in Zürich – der sogenannte Katharinen-Turm. Dieser symbolische Turm wurde vom Verein Katharinen-Turm initiiert und ist eine Hommage an den ursprünglichen zweiten Turm des Fraumünsters. Er erinnert an die letzte Äbtissin Zürichs, Katharina von Zimmern.
Nach 2,5 Jahren Projektzeit ist die neue Ausstellung eröffnet
Am letzten Freitag feierten wir mit rund 60 Gästen die Eröffnung der neu kuratierten Ausstellung auf dem Oberhaushof. Bei strahlendem Sonnenschein hiessen wir Geldgeberinnen, Mitarbeitende, Interessierte und Freunde auf dem Hof willkommen und gaben ihnen einen ersten Einblick in die neue Ausstellung.
Rundgang durch 250 Jahre Familien- und Hofgeschichte
Diesen Juli eröffnen wir die Ausstellung auf dem Oberhaushof. Dann können Besucherinnen und Besucher das Oberhaus und seine Räume mit historischen Möbeln und Alltagsgegenständen im Rahmen einer Führung entdecken. Die Führungen werden die Objekte im Oberhaus mit den Geschichten der Menschen verknüpfen, die die Geschicke des Oberhaushofs und der Familie Bühler geprägt haben.
Suchen und Finden im digitalen Stammbaum
Eines der Alleinstellungsmerkmale der Ausstellung Oberhaushof ist, dass ein grosser Teil der Objekte, die sich bei uns im Haus finden, mit einer Person verknüpft ist. Die mit den Objekten verknüpften Personen wiederum sind durch vielfältige verwandtschaftliche Beziehungen untereinander verbunden. Schon früh hatten wir die Idee, diese Beziehungen anhand von Stammbäumen aufzuzeigen.
Sortieren und Wiederverwenden: Nachhaltiges Ausstellungsdesign auf dem Oberhaushof
Als Kulturanthropologin begegne ich in meiner Arbeit immer häufiger den Themen Nachhaltigkeit und Wiederverwendung, die auch im Museumswesen an Bedeutung gewinnen. Die Herausforderung besteht darin, diese Prinzipien in einer Ausstellung umzusetzen – zum Beispiel bei der Ausstellung auf dem Oberhaushof.
Unsere Website im Webarchiv der Nationalbibliothek
Die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern ist keine normale Bibliothek: Sie ist vom Bund beauftragt, sämtliche Publikationen, die in der Schweiz erscheinen oder einen Bezug zur Schweiz aufweisen, zu erwerben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies macht sie einerseits mit Büchern, Heften und Zeitungen, andererseits aber auch mit Bildern oder Tonaufnahmen. Neben physisch vorliegenden Publikationen sammelt sie auch digital veröffentlichte Medien.
Von der Uni in die Praxis – Arbeiten im Depot der Ausstellung Oberhaushof
Wohin nach dem Geschichtsstudium? Diese Frage hatte mich schon einige Zeit beschäftigt, als ich das erste Mal vom Ausstellungsprojekt im Oberhaus hörte. Auf der Website erfuhr ich, dass es um den Erhalt von «Lebensspuren» der Familie Bühler aus über zehn Generationen geht. Was das genau heisst, durfte ich in den darauffolgenden Monaten als Projektmitarbeiterin lernen – und dabei wertvolle Erfahrungen als frisch gebackene Historikerin sammeln.
Von Feldbach nach Zürich und wieder zurück – das Depot der Ausstellung Oberhaushof
Das Platzproblem im Oberhaus ist offensichtlich – das Haus platzt aus allen Nähten. Geschätzt sind es bis zu 90’000 Objekte, die sich im Oberhaus angesammelt haben. Ein kleiner Teil davon kommt nicht in die geplante Ausstellung, bleibt aber im Oberhaus. Um eine Lösung für die Aufbewahrung dieser Objekte zu finden, wurde beschlossen, ein Depot im Oberhaus einzurichten.
Räumen, sortieren, aufbewahren – ein Zwischenbericht aus dem Lebensspuren-Dschungel
Derzeit sieht es in den oberen Stockwerken des Oberhauses etwas chaotisch aus. Überall stapeln sich Schachteln, sind Objekte aufgereiht, hängen Kleider von der Decke. Dazwischen lagern Schrankteile, Regalböden, Tischplatten. Doch das vermeintliche Chaos hat System: Es ist ein Zwischenstand auf dem Weg zur neuen Ausstellung der Lebensspuren, die ab 2024 zugänglich sein soll.
Sie sortiert die Objekte, er kümmert sich ums Haus
Dass wir heute die Lebensspuren schön sortiert und sauber dokumentiert in den oberen Stockwerken des Oberhauses finden, haben wir hauptsächlich meiner Grossmutter Rosmarie Bühler zu verdanken. Sie war es, die in den Siebzigerjahren begann, Alltagsgegenstände, Kleider, Dokumente etc., die sich über die Jahrhunderte im alten Bauernhaus angesammelt hatten, zu sortieren, ihren Besitzerinnen und Besitzern zuzuordnen und zu thematischen Inszenierungen anzuordnen.
Die Feldbacher Bucht – einer der letzten naturnahen Uferabschnitte am Zürichsee
In der Feldbacher Bucht liegt einer der wenigen noch naturnahen Uferbereiche am Zürichsee auf dem Gebiet des Kantons Zürich. Der grösste Teil der flachen Uferbereiche am Zürichsee wurde im 19. und Anfangs des 20. Jahrhunderts mit Erdmaterial aufgeschüttet und ist heute überbaut.
Erfassen, pflegen, zugänglich machen – das Projekt zum Erhalt der Lebensspuren
Vor einem halben Jahrhundert lagen die Lebensspuren der Familie Bühler noch unsortiert in den oberen Stockwerken des Oberhauses. In den Siebzigerjahren begann meine Grossmutter Rosmarie Bühler, die Lebensspuren zu sortieren, zu dokumentieren und zu präsentieren. Mit der Hilfe ihres Manns Albert, ihrer Kinder Annemarie und Stefan sowie weiteren Personen pflegte sie in den kommenden dreissig Jahren die Sammlung und machte sie mit Führungen für Gruppen und Privatpersonen zugänglich.
Eine Projektleiterin für den Erhalt der Lebensspuren
Bereits bei der Gründung der Stiftung Erhalt Lebensspuren Oberhaus war uns klar, dass wir professionelle Hilfe brauchen würden, um die Lebensspuren zu erhalten. In der Familie Bühler verfügt niemand über das Knowhow und die Erfahrung, die es braucht, um die Lebensspuren so zu pflegen und aufzubereiten, dass sie sich auf Dauer halten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden können.
