Zeichnung von Albert Bühler als Soldat auf dem Ross

Stilles Ufer – der Oberhaushof vor hundert Jahren

Mein Urgrossvater Albert Bühler – einer von vielen Albert Bühler in unserer Familie – bewirtschaftete den Oberhaushof in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Er war Landwirt aus Leidenschaft und ein begeisterter Jäger und Fischer. Sein Land und die sich darauf befindliche Natur waren ihm heilig.
Blick über die winterlichen Felder des Oberhaushofs auf die Feldbacher Bucht

Das Buch (1): Eine Idee, ein Projekt. Und das Geld?

Es ist ein sonniger, kalter Vormittag Anfang Januar 2018. Die Heizung ist ausgefallen und wir sitzen im Mantel am Stubentisch im Oberhaus. Durch das Fenster geht der Blick zwischen Stall und Waschhaus über das Feld und den Schilfgürtel auf den spiegelblanken See, die Bucht von Rapperswil.
Rostiger Kohleofen mit Schaufel in einer Ecke

Als wir noch mit Kohle heizten

Das Oberhaus hat schon verschiedene Heizsysteme gesehen. Ursprünglich wurden die wichtigsten Räume im Haus über verschiedene Kachelöfen beheizt. Zu diesen Räumen gehörten die Stuben für die Familie und Gäste sowie das Schlafzimmer der Hausherren. Andere Zimmer wurden mit kleinen Kohleöfen beheizt.
Ein Fuchs in der Moorwiese

Ein netter Nachbar

Ganz unten am Seeufer, wo das Ried den Übergang zwischen Land und Wasser markiert, haben wir letzten Sommer eine Spur entdeckt. Unter dem Holzsteg hindurch, der zum Bootshaus führt, zieht sich ein ausgetrampelter Tierpfad. Er führt aus dem kleinen Waldstück zwischen den Feldern und dem See und verliert sich irgendwo im Schilf.
An Hauswand aufgereihte alte Fenster, links Fenster mit Kabinettscheiben, rechts Sprossenfenster

Neue alte Fenster

Heute war der erste volle Arbeitstag im Oberhaus. Nicht überraschend beginnt das Einrichten des B&B erst einmal mit Entrümpeln. Dabei kamen auch ein paar alte Fenster zum Vorschein. Im Moment sind sie noch ziemlich matt, aber wenn der Staub der letzten Jahrzehnte erst einmal weg ist, werden sie wieder leuchten – besonders die farbigen Fenster auf der linken Seite des Bildes.
Wohnung in der Trotte mit alten Balken und modernen Einbauten mit Holz-Oberflächen

Umbau und Umnutzung der Trotte

Der Oberhaushof besteht nicht aus dem Oberhaus allein. Neben der Scheune und anderen Wirtschaftsgebäuden gehört auch die Trotte zum Ensemble des Hofes. Der Riegelbau zwischen Seestrasse und Oberhaus diente nach seiner Erbauung 1719 als Weinkelterei – im Dialekt «Trotte» genannt –, später als Lagerhaus.